SINDBIS-FIEBER
Erstmals wurde in Deutschland eine lokal erworbene Sindbis-Virus-Infektion beim Menschen bestätigt. Betroffen ist ein 60-jähriger Mann aus Baden-Württemberg, der Mitte Juli erkrankte und bei dem das Virus im September nachgewiesen wurde. rnz
Was ist das Sindbis-Virus?
Das Sindbis-Virus (SINV) zirkuliert vor allem bei Wildvögeln und wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt. Das Virus kommt bereits in Teilen Nordeuropas, Afrikas, Asiens und Australiens vor; nun wurde es auch in Deutschland bei einem Patienten nachgewiesen. rnz
Typische Symptome
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Plötzliches Fieber
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Juckender Hautausschlag
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Starke Gelenkschmerzen (können Wochen bis Monate anhalten) rnz
Die Beschwerden ähneln denen einer Chikungunya-Infektion, und verlaufen in der Regel nicht lebensbedrohlich. Fieber und Ausschlag klingen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen ab; Gelenkbeschwerden können länger bestehen. rnz
Was bedeutet das für die Praxis?
Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt, bei Patientinnen und Patienten mit Fieber, Hautausschlag und ausgeprägten Gelenkschmerzen während der Stechmückensaison auch an eine Sindbis-Virus-Infektion zu denken – insbesondere in Regionen, in denen das Virus bereits in Mücken oder Wildvögeln nachgewiesen wurde. rnz
Schutzmaßnahmen
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Lange, helle Kleidung tragen
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Geprüfte Mückenschutzmittel verwenden
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Mückennetze und dicht schließende Fenster nutzen rnz
Eine spezifische antivirale Behandlung gibt es nicht; die Therapie erfolgt symptomatisch mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten.